Das Overhead aus dem Hause BWS wird im Gegensatz zum Stallion V2 nur in der Farbe grün (applegreen) gefertigt - die Farbe wird dann auch zum Programm: das Board wurde für den „Green Room“ geshaped. Wir konnten das Overhead in guten sauberen 3m Riffwellen auf Sal (Curajul) testen. Aber auch kleinen Schulterhohen onshore Wellen musste sich das Overhead stellen. Die Jahre zuvor sind wir schon in großen schnellen Riffwellen mit diversen „No Nose Waveboards“ unterwegs gewesen. Jedes Mal kam schnell das Gefühl auf, die Boards kommen an Ihre Grenze und wir müssen einen Gang langsamer machen. Nicht so beim Overhead 5.6, es lässt sich mit viel Speed an den steilen Sektionen carven und leitet spielerisch den Bottum-Turn ein. Im Top-Turn dreht es dann wie ein reinrassiges Shortboard, ob eng

oder weit, jedes Mal fallen die Radien rund aus. Das typische eckige Verhalten, welche wir von den Tomo Shapes kennen, fällt hier gänzlich weg. Viel Sicherheit vermittelt dass Overhead auch nach einem Top-Turn wenn es steil nach unten geht. Der Scoop fällt etwas mehr aus als bei den Tomo`s und ein „Einspitzeln“ passiert gefühlt nur, wenn man 90 Grad steil nach unten fällt. Desweiteren kann

man bei sehr hoher Geschwindigkeit noch butterweich einen engen Turn einleiten. In den Windabdeckungen gleitet es gut durch und vermittelte auch hier ein sicheres Gefühl. Die gute Beschleunigung, Angleitstärke und Höhelaufeigenschaften verhalfen uns zu mehr Wellenritte als die Jahre zuvor. Besonders das Positionieren und catchen der bis zu 30 km/h schnellen Wellen gelang

uns mit dem Overhead spielerisch. Insgesamt konnte das Overhead an den 3-4m Tagen mit einer sehr guten Performance glänzen und

blieb selbst in kritischen Situationen einfach zu handeln. In den mäßigen onshore Wellen zeigte das Overhead, dass es auch „klein“ kann. Gute Angleitleistungen gepaart mit mehr als ausreichenden Höhelaufeigenschaften und hohe Laufruhe im

Kabbelwasser, vermittelte sofort ein gutes Gefühl. Auch mit weniger Speed dreht es eng und rund und animiert regelrecht zu radikalen Snaps. Bei der Angleitleistung sowie beim Höhenlaufen kommt das Overhead nicht an seinen kleinen Bruder (Staillion V2 5.4) ran , jedoch muss erwähnt werden, dass das Stallion V2 5.4 eine extreme Ausnahme ist. Beim Strapples Springen löst sich das Overhead etwas leichter vom Wasser und bleibt trotz schmalerer Outline jederzeit kontrolliert an den Füßen kleben. Big Air`s sind mit beiden Boards sehr

leicht zu kontrollieren.

Unser Fazit: Das Overhead grenzt sich nur vom Staillion durch die bessere Kontrollierbarkeit in großen steilen 2m+++ Wellen ab. Aktuell gefällt uns das freilaufende Overhead etwas besser und überzeugt mit einem klassischen Surfgefühl - das Staillion V2 überzeugt dagegen durch seine sehr gute Allroundeigenschaften.

ALOHA

 

Andreas