Indiana Wingfoil Carbon Boards 150-128-108 im Test

 

6.0 150L 8,9-9,3 Kilo

5.8 128L 7,8-8,3 Kilo

5.5 108L 6,8-7,3 Kilo

 

Auslieferung mit Bag und Schlaufen!

 

Wir konnten schon div. Wingboards testen (unter anderem von Gong, Quatro und Fanatic) und wollen euch ein Feedback zu den Indiana Boards geben.

Die Verarbeitung macht einen hochwertigen, stoßfesten und stabilen Eindruck. Das Pad ist besonders angenehm bei einem Fußwechsel, da hier kaum Widerstand zu spüren ist, wenn man den Fuß verschiebt. Gleichzeitig ist es ausreichend rutschfest und gut gepolstert für den Kniestart. Um die Entlüftung des Boards muss man sich nicht kümmern, weil ein Membranventil verbaut ist. Am Anfang hat uns das Gewicht etwas gestört, dass etwa dem der Fanatic Boards entspricht. Da waren wir z.B. von dem Quatro Drifter Pro 6.0 mit 130L verwöhnt (6,7 – 7 kg).

Auffällig ist trotz des Gewichtes wie ausbalanciert das Board ist, wenn das Foil (getestet mit AXIS 96 cm Mast und 1150 Frontwing, Rearwing 390) montiert ist und man es am Handgriff trägt. Man merkt keinen Unterschied mehr zu den anderen Boards.  Dies gab auch Anlass, dass wir das Pad vom Indiana Board nicht abgezogen haben. Wir hatten grob überschlagen, dass dadurch etwa 1000 g eingespart werden können. Also Aufwand und Nutzen stehen in keinem Ergebnis. Insbesondere die Fahr- und Foileigenschaften dürften aufgrund der Gewichtseinsparung, nicht besser werden.

 

Verdrängerfahrt:

Alle Indiana Boardgrößen haben mehr Volumen im vorderen Bereich. Dadurch kann man bequem beim Kniestart aufstehen ohne dass die Nase Unterwasser gedrückt wird. Der Kniestart gestaltet sich sehr einfach und die Boards sind sehr kippstabil.

Beim „dümpeln“ hatten wir den Eindruck, dass es noch ausreichend Höhe zieht. Die Standposition ergibt sich von alleine und man steht immer zentral auf dem Board. Das mag daran liegen, dass die Outline hinten schmaler wird und man kaum geneigt ist den hinteren Fuß aus der Mitte zu setzen. Bei den breiteren Boards (Gong Flint oder Quatro Drifter Pro) muss man hin und wieder die Fußposition überprüfen, wenn man Strapless unterwegs ist.

Das Indiana hat hinten scharfe Abrisskanten und keinen „Pürzel“ (eher wie ein Raceboard beim Windsurfen). Wir sind der Meinung, dass dies auch die Indiana Boards auszeichnet. Sobald man etwas druck im Wing hat, fährt das Board fast ohne Wiederstand los. Es beschleunigt mit Leichtigkeit und liftet dadurch das Foil schnell an. Ferner hatten wir den Eindruck, dass es kraftsparender anzupumpen ist und man nicht unbedingt auf den Raumwindkurs abfallen lassen muss. Halbwind reichte uns völlig aus.  

 

Auf dem Foil:

Im Fliegen wirkt das Board schön ausbalanciert ohne das Gefühl zu haben, dass der Bug zu weit nach oben oder unten stampft. Den Mast haben wir über die Mitte zum Bug geschoben. Dies muss jedoch jeder selber erfahren bzw. erfliegen (gerne beraten wir euch, welche Positionen bei welchem Fahrkönnen uns am besten gefallen haben).

Bedenken hatten wir etwas mit der breiteren Nose, da sie mehr Angriffsfläche dem Wind bietet und dadurch ggf. das Board „anhebt“. Bei 30 Knoten in Böen und Grundwind von 15 – 20 Knoten konnten wir kein „aufschaukeln“ feststellen obwohl wir einen sehr kleinen Rearwing montiert hatten. Hier waren unsere anderen Boards etwas empfindlicher.

Das Pumpen ohne Wingunterstützung, empfanden wir etwas schwerfälliger als bei den o. g. Boards.

Wenn sich das Foil absenkt und man Wasserkontakt bekommt, rutschen alle Indiana Boards ohne abruptes Abbremsen weiter. Wir würden sagen, sie gleiten aus.

Fliegende Richtungsänderungen gingen selbst mit dem 6.0 Indiana spielend. Wie bereits beschrieben, steht man Strapless eigentlich immer richtig.

Zusammenfassend, finden wir die Indiana Boards mit dem fehlenden Pürzel als sehr angenehme Wingboards, da sie dazu beitragen, mit etwas weniger Kraft auf das Foil zu kommen. Wir sind auch der Meinung, dass dadurch insbesondere der Leichtwindbereich um 1-2 Knoten nach unten geschoben wird, im Vergleich zu Boards mit Pürzel und gleichem Volumen.

Zusammenfassend sind die Indiana Boards Frühgleiter, die einen schnell aufs Foil heben ohne großartige Pumptechnik.

Wegen Boardgrösse und Körpergewicht etc. könnt ihr gerne zu uns Kontakt aufnehmen oder die Boards in allen Größen bei uns testen.

Tester 80kg 102 und 128L, Tester 110kg, 102-128-150L, Wing 5.0 SIC Maui, 4.4-6.4 Slingwing V2

 

ALOHA