Liquid Force Solo 12m² Test/ Review 

 

Wir hatten den Solo anfangs absolut ignoriert, da wir uns nicht vorstellen konnten, dass er auch in der Welle funktioniert. Auf Grund der Windvorhersagen und der sehr guten Empfehlung von Liquid Force haben wir uns doch dazu entschieden den 12m² Solo in den Testpool aufzunehmen.

Die entsprechenden Winde liesen viele Testfahrten im Windbereich von 10-14 Knoten und 15-19 Knoten zu. Fahrer 85 Kilo, 105 Kilo und 115 Kilo, alle drei mit Waveboard. Schon mal vorweg, wir waren alle drei gestoked von dem Solo.  

Wir hatten im direkten Vergleich die Möglichkeiten auf den 2014er Switchblade in 12m² und den 2014 Rally in 14m² zurück zu greifen.

 

Fangen wir mit dem Bag/ Beutel an:

Liquid Force hat hier einen Sack aus Kitetuch genähnt, in dem der Solo ausgeliefert wird. Der Sack passt zum geringen Gewicht des Kites. Über die Vor- und Nachteile kann man sicherlich diskutieren. 

 

Ausstattung:

LF bietet diesmal den Kite ohne Bar zu einem unschlagbar günstigem Preis an. Zum Lieferumpfang gehören der Sack und das Repairkit, welches üppig ausgestattet ist. U.a. ist in dem Repairkit ein Adapter für das Max Flow Inflation System, so dass man nicht zwingend eine neue Pumpe kaufen muss. 

 

Zum Kite:

Dank der einen Strut und des Max Flow Infaltion System ist das Aufpumpen innerhalb weniger Sekunden erledigt. Wir hatten die Steuerleinen erst ganz außen(Auslieferungszustand) angeknüpft, aber das Bargefühl mit den innenliegenden Anknüpfpunkten gefiel uns deutlich besser. 

Der Solo in 12m schlägt den 12er Cabrinha Switchblade im lowend, Am-Wind und Drehgeschwindigkeit. Mit dem 14er Rally ist er im Lowend gleich auf nur halt mit wesentlichen schnelleren Dreheigenschaften und ja wohl mit noch besseren Am Wind Eigenschaften.Bei 115 Kilo und Waveboard und 12 Knoten zieht er noch klasse Höhe und lässt sich entspannt bis ca. 18 Knoten fahren. Das Bargefühl ist auf höhere Haltekräfte knackig und der Druckpunkt angenehm zu finden. Bei Tricks muss man sich an den on off Effekt gewöhnen. Schnell in die andere Richtung reißen erzeugt knattern im Tuch was aber nicht stört. Lift kommt abrupt und mit langer Hangtime. Wasserstart wird über eine Leine problemlos erzeugt aber der Solo fällt selbst in kritischen Situationen nicht vom Himmel. Er schwebt einfach mit und hält die Leinenspannung.

 

Für wenn können wir den 12m Solo empfehlen?

  • Lowind mit Waveboard
  • Einsteiger und Cruiser

 

Gefallen hat uns:

  • Leichtes schnelles aufpumpen
  • Geringes Packmaß
  • Lowend und abnorme Amwind Eigenschaften
  • Schnelles drehen und Fluggeschwindigkeit für 12m
  • Park and ride feeling
  • Preisleistung 

 

Nicht gefallen:

  • Kitebag
  • Knattern im Tuch bei schnellen Turns jedoch Konzept bedingt nicht wirklich störend
  • Für knifflige Tricks mit dem Waveboard etwas Eingewöhnungszeit

 

Aufgrund des tollen Eindrucks, werden wir uns jetzt mit Skepsis an den 9er Solo heranwagen. Wir testen ihn sobald die Nordsee wieder Wavebedingungen hat.

Danke noch an Liquid Force für die Testmöglichkeit, drei Daumen hoch!

 

ALOHA Andreas, Daniel und Martin